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Für Gastronomen 5 Min. Lesezeit · 16 Aug 2026

Speisekarte für Touristen: Warum die Sprache in deinem Restaurant zählt

In touristischen Lagen verliert eine Karte nur auf Spanisch Bestellungen. So bietest du Englisch oder andere Sprachen an, ohne mehrere Versionen zu drucken.

Der Tourist, der die Karte nicht versteht, bestellt das Einfachste — oder geht. Eine Karte in einer anderen Sprache ist kein Luxus: Sie ist direkter Umsatz an der Küste, in Großstädten und in Vierteln mit vielen Ausländern. Ein „Menu please“ im August löst du nicht, indem du zwischen zwei Bestellungen aus dem Kopf übersetzt.

In Jávea, an der Costa Brava oder in einer Altstadt mit Kreuzfahrttag siehst du dasselbe Muster: Der Tisch wartet, der Service improvisiert und das teure Gericht bleibt unbestellt, weil die Beschreibung unklar war. Papier in drei Sprachen klingt nach Lösung, bis der Fischpreis steigt und nur eine der drei Auflagen aktuell ist. Dann hast du wieder denselben Streit am Tisch — nur auf Englisch.

Häufige Fehler

  • Gedruckte Karte nur auf Spanisch und der Service übersetzt in der Stoßzeit aus dem Kopf.
  • Englisches PDF, das gegenüber der spanischen Karte veraltet ist.
  • Live-Google-Übersetzer (langsam und bei Gerichtsnamen oft falsch).
  • Drei Sprachen auf Papier drucken und nur eine aktualisieren, wenn der Fisch teurer wird.

Google Translate am Tisch ist langsam, peinlich und bei Hausnamen unsicher. „Patatas bravas de la abuela“ braucht keine erzwungene Entsprechung; die Beschreibung und die Allergene müssen klar sein. Der Tourist will wissen, ob es scharf ist, nicht ob du das Gericht umbenannt hast.

Was besser funktioniert

Eine digitale Karte mit Sprachwahl: Der Gast wählt Flagge oder Sprache und sieht übersetzte Namen und Beschreibungen. Du pflegst ein einziges Menü im Panel; Übersetzungen liegen pro Gericht und Kategorie. Die Wahl kann per Cookie für den nächsten Besuch merken.

Bei CartaDigitalizada nutzt der Schalter Flaggen (PNG), keine Buchstaben wie „ES“, die unter Windows manchmal zerbrechen. Die Sprache der Karte muss nicht die der Landing sein: Ein Lokal in Jávea kann die SaaS-Website auf Spanisch haben und die Karte auf Spanisch plus Englisch plus Französisch. Der QR-Code zeigt weiter auf denselben Slug; nur der Inhalt wechselt die Sprache. Der Gast installiert keine App.

Beginne mit dem Wesentlichen

Du musst am ersten Tag nicht 80 Gerichte übersetzen. Priorisiere Kategorien, Allergene und die 15 meistverkauften Gerichte. Den Rest kannst du nachziehen. Im Tarif Kostenlos gilt eine Sprache (die du als Hauptsprache wählst), plus Suche, Highlights, EU-Allergene, Labels, Servicehinweis, Bewertungen und Teilen eines Gerichts. Mehrsprachigkeit ist Premium: Extra-Sprachen mit Schalter auf der öffentlichen Karte.

Die Allergene (14 der EU plus optional vegan) und die Ernährungslabels (glutenfrei, vegetarisch, scharf, km0 …) erscheinen als Icons. Die versteht man an jedem Strand, auch wenn der Gast die Sprache nur halb liest. Das Icon ersetzt nicht den gesetzlichen Text und nicht die Rückfrage bei schwerer Allergie; es reduziert die Frage „Gluten?“ an jedem Tisch.

Für den Panel-Zugang musst du die E-Mail nicht verifizieren. Du kannst die Hauptsprache am selben Tag veröffentlichen und die Extra-Sprache nachziehen, sobald Premium aktiv ist. Bis du im Panel „Sprachen speichern“ drückst, akzeptiert der Server nur Übersetzungen für bereits gespeicherte Extras. Fülle nicht zwanzig Felder und gehe ohne Speichern: Dann wirkt es, als „funktioniere es nicht“.

Reservierungen und Sprache

Aktivierst du Reservierungen (Premium), kann die E-Mail an den Gast in der Sprache gehen, in der er reserviert hat. Der Inhaber bekommt die Meldung auf Spanisch. Das vermeidet im August das „Ich habe die Bestätigung nicht verstanden“. Das öffentliche Formular unter /{slug}/reservar respektiert die aktive Sprache der Karte.

Premium (9,99 €/Monat oder 7,99 € im Jahresabo) bündelt Mehrsprachigkeit mit vier Vorlagen, gestaltbarem QR, Reservierungen und Statistiken. Basis (4,99 €/Monat, 3,99 € im Jahresabo) bleibt bei einer Sprache, gibt dir aber Hintergrund, Farben, Typografie, Tagesmenü, Gästeliste und PDF. Der Sprachblock in Kostenlos und Basis ist mit Schloss sichtbar, wie der Kartenhintergrund: kein 404, sondern ein Tarif. Enterprise (299 € plus 29 €/Monat) ist eine Website nach Maß, kein Panel-Tarif. Die Zeiterfassung (11,99 €/Jahr) ist eine andere App fürs Team.

Küste, Stadt und Saison

In der Hochsaison zahlt sich die zweite Sprache selbst: weniger Zeit am Tisch, um das Menü zu erklären, weniger zurückgebrachte Gerichte. In der Nebensaison kannst du die Übersetzungen veröffentlicht lassen; sie belegen kein Papier im Lager. Öffnest du im November nicht, deckt der Servicehinweis die Schließung ab, ohne das Englisch zu löschen.

Übersetze Eigennamen von Gerichten nicht, wenn sie Hausmarke sind. Übersetze Beschreibung und Allergene. Halte die Währung der Karte klar (Euro als Standard, unabhängig von Stripe). Mische dem Gast keine Preise in zwei Währungen auf derselben Karte.

Statistiken (Premium) sagen dir, ob die Karte geöffnet wird, nicht ob der Steinbutt gut ist. Wenn die Aufrufe hoch sind und ein Gericht trotzdem liegen bleibt, liegt es oft an Foto oder Preis — oder daran, dass die Übersetzung unklar ist. Das ersetzt nicht die Frage im Service: „Konnte er die Karte öffnen?“

So veröffentlichst du ohne Chaos

  1. Lege die Hauptsprache des Lokals fest (die von Service und Küche).
  2. Füge ein Extra hinzu (fast immer Englisch) und übersetze Kategorien plus Top 15.
  3. Prüfe Allergene: Das Icon ersetzt nicht den Rechtstext, wohl aber das „Gluten?“ an jedem Tisch.
  4. Teste den Schalter auf einem echten Handy und lade neu: Er soll die Sprache merken.
  5. Zeig dem Team, wo die Flagge sitzt; wenn sie sie nicht sehen, bieten sie sie nicht an.

Der QR-Code ändert sich nicht, wenn du eine Sprache ergänzt. Derselbe 600×600-Download aus dem Tarif Kostenlos bleibt gültig. Du druckst keine dreisprachige Auflage und wirfst sie nicht weg, wenn der Fisch teurer wird. Du speicherst den Preis einmal; der Gast wählt die Flagge. Das ist eine Karte für Touristen, die den Service nicht zum Dolmetscher macht.

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